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In, auf, neben: Präpositionen mit Gegenständen entdecken

stefandimitrovski
18. Sept.
2 Min. Lesezeit

„Der Ball ist bei der Kiste“ verrät noch nicht genau, wo er liegt. Mit dieser Montessori-inspirierten Übung wird Sprache sichtbar: Dein Kind legt Gegenstände an verschiedene Plätze und beschreibt ihre Position. Es hört genau hin, handelt und überprüft anschließend selbst.

Für Kinder von etwa 6–10 Jahren · Dauer: ungefähr 10 Minuten · Für ein Kind mit Begleitung oder zwei Kinder

Material und Vorbereitung

Ihr braucht eine standfeste Schachtel mit flachem Deckel, einen kleinen weichen Ball, drei Karten und ein Tablett oder eine Arbeitsmatte. Der Ball soll bequem in die Schachtel passen. Schreibe auf die Karten: „in“, „auf“ und „neben“.

Bereite zu jeder Karte ein Kontrollfoto mit genau euren Materialien vor: Ball in der geöffneten Schachtel, Ball auf dem geschlossenen Deckel und Ball neben der Schachtel. Drucke die Fotos klein aus und befestige jedes Foto auf der Rückseite der passenden Wortkarte. Die Fotos bleiben zunächst verdeckt.

So geht es Schritt für Schritt

1. Langsam zeigen. Lege den Ball in die Schachtel und sage: „Der Ball liegt in der Schachtel.“ Zeige danach „auf“ und „neben“. Dein Kind darf beobachten, ohne sofort antworten zu müssen.

2. Hören und handeln. Bitte: „Lege den Ball neben die Schachtel.“ Gib deinem Kind Zeit zum Handeln. Danach fragt ihr: „Wo liegt der Ball jetzt?“ Ein möglicher Antwortsatz lautet: „Der Ball liegt neben der Schachtel.“

3. Eine Karte wählen. Dein Kind zieht oder wählt eine Wortkarte und legt den Ball entsprechend hin. Wer noch nicht liest, bekommt das Wort vorgelesen. Beginnt bei Bedarf mit nur zwei Positionen.

4. Selbst überprüfen. Erst nach dem Legen dreht dein Kind die Karte um und vergleicht seine Anordnung mit dem Kontrollfoto. Stimmt die Position überein? Falls nicht, kann es den Ball selbst umlegen und den Satz noch einmal sprechen.

5. Die Rollen tauschen. Nun gibt dein Kind dir eine Anweisung. Du führst sie aus und beschreibst die Position. So erlebt dein Kind, ob seine Formulierung verständlich ist.

Eine sinnvolle Steigerung

Wenn die ersten drei Wörter sicher sind, ergänzt „vor“, „hinter“ oder „zwischen“. Für „zwischen“ braucht ihr einen zweiten festen Gegenstand. Bereitet wieder eindeutige Kontrollfotos vor. Legt bei „vor“ und „hinter“ einen gemeinsamen Blickwinkel fest, damit niemand wegen unterschiedlicher Perspektiven falsch liegt.

Für ältere oder sprachlich sichere Kinder: Das Kind notiert zwei Sätze – eine Anweisung und eine Beschreibung. Zum Beispiel: „Lege den Ball in die Schachtel.“ und „Der Ball liegt in der Schachtel.“ Vergleicht die Formulierungen gemeinsam, ohne die Handlung ständig durch Grammatikfragen zu unterbrechen.

Worauf du achten kannst

Verwende anfangs dieselben Gegenstände und nur wenige neue Wörter. So bleibt die sprachliche Aufgabe überschaubar. Die Altersangabe ist eine Orientierung; entscheidend ist, welche Wörter dein Kind bereits versteht. Eine Wiederholung mit Freude ist hilfreicher als eine immer schwierigere Aufgabe.

Sprachlernen in München

Interesse an den Sprachangeboten der Montessorian School München? Schreibe an Belinda.risteska@gmail.com und nenne das Alter deines Kindes sowie die gewünschte Sprache.

Titelbild: KI-generiertes Symbolbild; die Kontrollfotos erstellt ihr mit euren eigenen Materialien.

 
 

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